• Eigentlich klingt es ganz einfach: Wer eine Verpackung in Umlauf bringt, ist auch dafür verantwortlich, was nach ihrem Gebrauch damit geschieht. Nichts anderes verbirgt sich hinter dem Begriff ERWEITERTE PRODUZENTENVERANTWORTUNG (EPR). In Deutschland und weiten Teilen Europas ist sie weitgehend umgesetzt. Aber ausgerechnet an den kritischen Plastik-Hotspots im globalen Süden steckt die Erweiterte Produzentenverantwortung überwiegend noch in den Anfängen. Eine wesentliche Ursache für das Plastikmüll-Problem.

  • Zu oft reden Experten aus dem globalen Norden über den Plastikabfall im globalen Süden. Wir wollten aus erster Hand wissen, was die lokalen NGOs beschäftigt und haben deshalb die Gründerin von Environment360 aus Ghana zum Online Seminar geladen. Die Aufzeichnung mit Cordie Aziz ist online verfügbar.

  • Für eine funktionierende, zirkuläre Abfallwirtschaft gibt es keine Blaupause. Lösungen aus den Industrieländern lassen sich nicht eins zu eins in Schwellen- und Entwicklungsländer exportieren. Vielmehr sind Kooperationen auf Augenhöhe zwischen Kommunen, Abfallsammlern und der lokalen Recyclingindustrie unter den jeweiligen Gegebenheiten sorgfältig zu entwickeln. Was dabei zu beachten ist, berichtet Dorothea Wiplinger, Nachhaltigkeitsmanagerin bei der Borealis AG und Initiatorin von Project STOP im Online-Seminar.

  • Die Kräfte bündeln. Gemeinsam Lösungen entwickeln, anstatt immer neue Einzelprojekte in die Welt zu setzen: Wie Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei der Lösung des Problems der fortschreitenden Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle besser miteinander kooperieren können, war Thema des 1. POLYPROBLEM-Stakeholderdialogs am 27. März 2019 in Berlin.