Wie kann eine nachhaltige Zukunft mit Kunststoff gelingen? Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres ersten POLYPROBLEM Camps „Neue Narrative für die Kunststoffwende“ in Frankfurt, das Expert:innen aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft in Frankfurt zusammengebrachte. Das Ziel war es, neue Ansätze für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoff zu entwickeln – jenseits von einfachen Schuldzuweisungen oder moralischen Appellen.
POLY:Solution Lunch: PLASTIC TREATY FUTURES – Was im globalen Plastikabkommen wirklich stehen sollte
Die Verhandlungen für das globale Plastikabkommen sind in vollem Gange! Welche Auswirkungen haben die Entscheidungen der Verhandlerinnen und Verhandler auf das globale Plastikmüllaufkommen? Systemiq hat unterschiedliche Szenarien modelliert. Yoni Shiran, Plastics Lead bei Systemiq, stellt die Ergebnisse des Modells vor und berichtet von den Verhandlungen.
Vom blutjungen Startup bis zum internationalen Großkonzern. Von der Umwelt-NGO bis zum Bundesministerium. Die ganze Bandbreite der Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu einem Tag des gemeinsamen Nachdenkens, Tüftelns, Austauschs und Teilens von Ideen zusammenzubringen – das ist das Ziel des POLYPROBLEM-Stakeholder-Dialogs. Der Plan ging auch bei der dritten Auflage auf.
Erst Tübingen und nun will auch München eine Plastiksteuer auf Einwegplastik: Welche Hindernisse gilt es zu überwinden? Und liegt die Zukunft der Plastik-Regulierung auf lokaler Ebene? Julia Post, Politikerin im Münchener Stadtrat für Bündnis 90/Die Grünen, berichtete von ihrem Vorhaben und diskutierte dieses mit den Teilnehmer*innen der Veranstaltung.
Einzelhändler nehmen Plastikverpackungen zurück, Hersteller holen ihre eigenen Produkte wieder ab: Take-Back-Modelle sind vielfältig. Von einem solchen europaweiten Programm des internationalen Recyclingunternehmens MBA Polymers in Kooperation mit einem großen Kosmetikhersteller berichtet uns im zweiten POLY:Solution Lunch der Deutschlandchef des Unternehmens, Felix Weber.
Der CO2-Zertifikatehandel gilt als mächtigstes wirtschaftliches Instrument zur Verringerung von Treibhausgas-Emissionen. Lässt sich das Prinzip auf die Kunststoffproduktion übertragen? Dazu diskutierte POLYPROBLEM mit Ansgar Schonlau von der Maag GmbH und Dr. Dirk Textor vom bvse-Fachverband Kunststoffrecycling beim ersten POLY:Solution Lunch.
Plastic Credits stehen bei Unternehmen und Privatpersonen hoch im Kurs, wenn es darum geht, den eigenen Plastik-Fußabdruck zu kompensieren. Doch wie ehrlich ist das Versprechen um die vermeintliche Plastik-Neutralität wirklich und welchen Beitrag können Plastik-Kompensationsmodelle tatsächlich zur Bekämpfung der Plastikkrise leisten?
Wenn nahezu alles mit allem zusammenhängt, was den Planeten bedroht, dann kann die Antwort nur ein Systemwandel sein – die schwierigste und komplexteste aller denkbaren Aufgaben. In einer solchen Situation sind Szenarien unverzichtbar. Die Frage „Was passiert, wenn…“ war deshalb Leitfrage unseres POLYPROBLEM Stakeholder-Dialogs 2022.
Wenn nahezu alles mit allem zusammenhängt, was den Planeten bedroht, dann kann die Antwort nur ein Systemwandel sein – die schwierigste und komplexteste aller denkbaren Aufgaben. In einer solchen Situation sind Szenarien unverzichtbar. Die Frage „Was passiert, wenn…“ war deshalb Leitfrage unseres POLYPROBLEM Stakeholder-Dialogs 2022.
Zwei Tage lang lädt das Innovationsprogramm Circular Future Stakholder übergreifend zu digitalen Dialogen, lokalen Hubs sowie Lernlaboren, Marktplätzen und Vernetzungsangeboten rund um die zirkuläre Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft im deutschsprachigen Raum ein.
Alle sind sich einig: Gebrauchter Kunststoff muss viel konsequenter im Kreislauf geführt werden. Trotzdem liegt der Anteil von Rezyklaten an der weltweiten Kunststoffverarbeitung bei unter 10 Prozent. Selbstverpflichtungen einzelner Industrien scheinen nicht die Lösung zu sein.
Knapp 400 Millionen Tonnen Kunststoff werden derzeit pro Jahr weltweit produziert. Doch nicht einmal zehn Prozent davon bestehen aus wiederverwertetem Material. Das hat mehrere Gründe. Einer davon ist ein intransparenter und ineffizient organisierter Markt für Rezyklate. Das Hambuger Startup CIRPLUS möchte das ändern – mit einem globalen, digitalen Marktplatz für wiederverwerteten Kunststoff.
Im POLYPROBLEM Online Workshop analysiert CIRPLUS-Gründer Christian Schiller die Probleme des stockenden Zusammenspiels von Angebot und Nachfrage und stellt seinen Lösungsansatz vor.
Die Zeit für Experimente läuft ab. Wenn es nicht rasch gelingt, im globalen Süden eine systematische und belastbare Abfallwirtschaft zu etablieren, stehen viele andere Bemühungen um eine Verringerung des Eintrags von Kunststoffabfällen in die Umwelt auf verlorenem Posten. Dies zeigt nicht nur unser jüngster Report „Der Abfall der Anderen“, sondern auch die Diskussion aus vergangenen Online Seminaren.
Zu oft reden Experten aus dem globalen Norden über den Plastikabfall im globalen Süden. Wir wollten aus erster Hand wissen, was die lokalen NGOs beschäftigt und haben deshalb die Gründerin von Environment360 aus Ghana zum Online Seminar geladen. Die Aufzeichnung mit Cordie Aziz ist online verfügbar.
Für eine funktionierende, zirkuläre Abfallwirtschaft gibt es keine Blaupause. Lösungen aus den Industrieländern lassen sich nicht eins zu eins in Schwellen- und Entwicklungsländer exportieren. Vielmehr sind Kooperationen auf Augenhöhe zwischen Kommunen, Abfallsammlern und der lokalen Recyclingindustrie unter den jeweiligen Gegebenheiten sorgfältig zu entwickeln. Was dabei zu beachten ist, berichtet Dorothea Wiplinger, Nachhaltigkeitsmanagerin bei der Borealis AG und Initiatorin von Project STOP im Online-Seminar.
Die Kräfte bündeln. Gemeinsam Lösungen entwickeln, anstatt immer neue Einzelprojekte in die Welt zu setzen: Wie Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei der Lösung des Problems der fortschreitenden Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle besser miteinander kooperieren können, war Thema des 1. POLYPROBLEM-Stakeholderdialogs am 27. März 2019 in Berlin.















