
Wechsel-Geld
Wer finanziert die Kreislaufwirtschaft?
Die Kreislaufwirtschaft hat ein Geldproblem. Nicht weil Kapital fehlt, sondern weil es häufig nicht dorthin fließt, wo es für den Wandel gebraucht wird. Der achte POLYPROBLEM-Report „Wechsel-Geld – Wer finanziert die Kreislaufwirtschaft?“ der gemeinnützigen Röchling Stiftung widmet sich einer Frage, die über das Tempo der Transformation mitentscheidet: Wer finanziert die Kreislaufwirtschaft? Die Beantwortung der Frage führt zu Start-ups, etablierten Unternehmen, Banken, Investoren und politischen Entscheidungsträgern. Sie alle spielen eine zentrale Rolle dabei, ob aus guten Ideen wirtschaftliche Realität wird.
Für den Report haben wir mit Akteuren aus Wirtschaft, Finanzwelt und Politik gesprochen. Ihre Erfahrungen zeigen, dass die Finanzierung der Kreislaufwirtschaft zumeist weniger an fehlendem Kapital scheitert als an Strukturen, die noch immer auf die Logik einer linearen Wirtschaft ausgerichtet sind. Zirkuläre Geschäftsmodelle benötigen oft längere Investitionszeiträume, neue Formen der Zusammenarbeit und andere Bewertungsmaßstäbe als jene, die sich über Jahrzehnte im Finanzsystem etabliert haben.
Junge Unternehmen stoßen beim Übergang von der Idee zur Skalierung auf Finanzierungshürden. Etablierte Unternehmen müssen bestehende Geschäftsmodelle weiterführen und zugleich in neue zirkuläre Strukturen investieren. Banken und Investoren wiederum stehen vor der Herausforderung, Chancen und Risiken einer Wirtschaftsweise zu bewerten, die sich nicht immer in klassische Rendite- und Risikomodelle übersetzen lässt. Gleichzeitig entscheidet die Politik mit ihren regulatorischen Rahmenbedingungen darüber, ob Investitionen erleichtert oder erschwert werden.
Der Report macht aber auch deutlich, dass es zahlreiche Beispiele für gelingende Transformation gibt. Unternehmen entwickeln neue Materialien, bauen Rücknahme- und Recyclingsysteme auf oder erschließen innovative Wege der Finanzierung. Immer wieder zeigt sich: Die Kreislaufwirtschaft ist nicht nur eine Frage technologischer Innovationen. Sie ist auch eine Frage der Spielregeln, nach denen Kapital heute fließt.
Hier geht es direkt zum Download des Reports.
Unter dem Titel POLYPROBLEM fasst die gemeinnützige Röchling Stiftung verschiedene Informations- und Vernetzungsangebote zusammen, die zu einer besseren Zusammenarbeit bei der Lösung der globalen Kunststoff- und Ressourcenkrise beitragen sollen. Dazu zählen Studien, Reports, Webinare, Workshops und Exkursionen.